Europa Cinemas Preview anlässlich des CSD Kaiserslautern am Sa 26.9.2026
Statt einer film.kunst.sneak vorrausichtlich am Mi 16.9. um 20.15 Uhr eine
FILM.KUNST.PREVIEW des auf der Berlinale euphorisch gefeierten neuen Spielfilms von Ulrike Ottinger mit Isabelle Huppert als Die Blutgräfin und einer Ikone der queeren Bewegung in dreifacher (!!!) Nebenrolle.
Auf der Berlinale gab es (völlig unüblich) während der Vorstellung Zwischenapplaus und Standings Ovations in einem ganz speziellen Moment.
Die Blutgräfin
AT, LU, DE 2026; R: Ulrike Ottinger; B: Ulrike Ottinger & Elfriede Jellinek; D: Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, André Jung, Marko Lorenzini, Karl Markovics, Felix Oitzinger, Tom Neuwirth, Maresi Riegner, Branko Samarovski, Inge Maux, Paul Matic, Elisabeth Augustin, Lino Gaier, Noah Saavedra; Kamera: Martin Gschlacht; Künstlerische Leitung: Marie Janezic; Setdesign: Uli Tegetmeier; Kostüme: Alfred Mayerhofer; Kostümdesign: Jorge Jara Guarda; Szenenbild: Christina Schaffer; Hair & Make-Up: Tünde Kiss-Benke; Casting: Eva Roth; 119 Min.; frei ab 12
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire. Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“. Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: Die Blutgräfin von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grande Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Tom Neuwirth, Karl Markovics und viele mehr. Ein exzellentes, spielfreudiges Ensemble in einer federleichten Vampirkomödie, die schon jetzt unsterblich ist.
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Die Blutgräfin